it's too
dark...
BÄRTIERCHEN (Tardigrada)
Gonzo beschäftigt sich in seinem Biologie-Studium mit Bärtierchen, auch Wasserbären genannt. Hinter dem wissenschaftlichen Namen Tardigrada verstecken sich bis zu 1mm lange, tonnenförmige Wesen aus der Klasse der Häutungstierchen. Mit ihren acht Beinen und zwei knopfartigen Becheraugen strampeln sie durch feuchtes Moos, auf der Jagd nach Pflanzenzellen und kleinen wirbellosen Rädertierchen, die sie anstechen und aussaugen. Diese Tiere haben so ungewöhnliche Eigenschaften, daß sie von vielen Forschern für eine außerirdische Spezies gehalten werden. So überleben sie nicht nur extrem hohe Dosen an Röntgenstrahlung, monatelangen Aufenthalt in komplettem Vakuum, sondern auch jahrelange Perioden der Dürre. Trocknet der Tümpel in dem sie leben aus, ziehen sie ihre Beine ein und schrumpfen zu einer runzeligen Kugel. In diesem Stadium kann kein Lebenszeichen mehr an ihnen gemessen werden. Ein Tropfen Wasser jedoch genügt und die Bärtierchen erwachen wieder zu Leben.
Ihre wohl faszinierendste Eigenschaft aber, meint Dr.Ralf Schill, der das Bärtierchenprojekt "Funcrypta" an der Universität Stuttgart leitet, ist die Fähigkeit, sich ohne Partner fortzupflanzen.